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Tanzen

Schauen wir uns noch an, was Tanzen eigentlich bedeutet. (Auch das findet man nicht unbedingt in einer Tanzschule heraus, wo man versucht, die rhythmischen Möglichkeiten des Körpers auf wenige starre Muster zu reduzieren.)

Haben Sie schon einmal erlebt, wie irgendwo irgendeine Musik lief und plötzlich fing irgendwas an ihrem Körper an zu wackeln. Vielleicht wippte der Fuß oder es wiegte sich der Kopf oder es klopften die Finger auf die Tischplatte.

Das ist bereits Tanzen in seiner ursprünglichen Bedeutung:

Eine Musik oder ein Rhythmus animiert den Körper zu einer rhythmischen Bewegung.

Das Wesentliche ist, dass die Bewegungen des Körpers von der Musik getragen sind. Es spielt dabei keine Rolle, ob es fest vorgegebene Bewegungsmuster sind oder improvisierte Bewegungen.

Meine Erfahrungen aus 2 Jahrzehnten Tanzen ist auch: Es braucht beides:

1. Das Erlernen von vorgegebenen Tanzbewegungen

2. Die spontane Improvisation aus dem Körper

Je mehr Bewegungen man dem Körper beibringt, um so größer ist das Repertoire, aus dem er schöpfen kann, wenn er improvisiert und um so größer wird auch die Fähigkeit des Körpers, selbst Bewegungen zu erfinden.

Wenn man vorgegebenen Bewegungen folgt, kann man versuchen, jenen Punkt zu finden, an dem Musik und Bewegung zu einer perfekten Einheit verschmelzen. Das ist genau wieder jener Punkt, an dem Kunst glücklich macht. Für mich persönlich ist das sogar die einfachste und zuverlässigste Art, zu jenen tiefen Glücksgefühlen Zugang zu finden.

Folgende Faktoren sind wichtig:

Wir hatten bereits das Thema, dass die Ausübung von Kunst in unserer gegenwärtigen Kultur nahezu ausschließlich darauf ausgerichtet ist, dass es anderen gefällt, was einer tut.

Beim Tanzen kann das eine der hartnäckigsten Blockaden sein:

Dass man denkt, dass es anderen gefallen muss bzw. dass das, was man tut anderen nicht gefällt oder dass sie es lächerlich finden.

Wirklich frei tanzen kann man erst, wenn man das vollkommen abgelegt hat:

Wenn man Bewegungen hervorbringen kann unabhängig davon, ob sie für andere lächerlich hässlich oder unbeholfen aussehen.

nächstes Kapitel: Das Zyklische (Kunst und Lernen)