Fehler als ganz normaler Bestandteil von Entwicklungsprozessen

Ganz am Anfang dieses Buches gab es einen wichtigen Gedanken:

Das gegenwärtige Leben der Menschen ist davon bestimmt, Dinge mit großen Anstrengungen erreichen zu wollen, die eigentlich mühelos gegeben sind.

Eine dieser eigentlich sinnlosen Anstrengungen bezieht sich darauf, Fehler zu vermeiden.

Warum versuchen Menschen Fehler zu vermeiden?

Es gibt folgende Gründe:

1. Fehler sind mit unangenehmen Gefühlen verbunden.
2. Fehler sind etwas, das eigentlich nicht hätte passieren dürfen.
3. Ein Fehler könnte so schlimm ausfallen, dass alles den Bach herunter geht.

Das sind typische Schlussfolgerungen des wissenschaftlichen Weltbildes. Sie zeugen von einem völligen Unverständnis davon, wie die Realität tatsächlich beschaffen ist und funktioniert.

Fehler sind ein ganz normaler Teil eines jeden Entwicklungsprozesses. Je unbekümmerter man sie einfach in Kauf und hinnimmt, um so schneller werden sie verschwinden.

Das Problem sind Extra-Anstrengungen, Fehler zu vermeiden.

Das richtige Vorgehen macht sich um Fehler im Vorhinein gar keine übertriebenen Gedanken, sondern legt vertrauensvoll und unbekümmert einfach los.

Ja, Fehler können unangenehme Gefühle auslösen. Diese Gefühle sind einer der Gründe, warum so krampfhaft versucht wird, Fehler zu vermeiden. Und wenn der Fehler passiert ist, werden genau diese Gefühle als erstes blockiert.

Aber diese Gefühle repräsentieren den eigentlichen Lernprozess, der tatsächlich bewirken würde, dass genau dieser Fehler irgendwann ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: Das sinnlose Anhäufen von Wissen (Vision eines Bildungssystems)
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