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Die Frage des Talents

Wir haben schon über diverse Hürden gesprochen, welche verhindern, dass Menschen Zugang zu den beglückenden Erfahrungen künstlerischer Betätigung bekommen.

Eine weitere Hürde ist die Annahme, dass es für künstlerische Betätigung Talent braucht:

"Ich habe einfach kein Talent zum Tanzen"

"Bei uns in der Familie ist niemand musikalisch."

Aber die Frage ist nicht, ob man Talent hat - die Frage ist, ob man es tun will!

"Willst du tanzen?", "Willst du ein Instrument spielen?", "Willst du ein Rockstar sein?"

Wenn du es willst, dann ist es das Richtige.

Ich zum Beispiel habe keinerlei Talent zum Malen. Das wurde mir vielfach von allen Seiten bestätigt. Meine Bilder und Zeichnungen sehen aus wie von einem höchstens 5-jährigen Kleinkind.

Ich habe deshalb auch nie mehr gemalt in meinem Leben nach der Schule (im Kunstunterricht musste ich ja) - bis - ja bis meine Tochter kam und vehement einforderte: "Du musst mit mir malen!"

"Die Mama kann das aber viel besser." wurde als Ausrede nicht gelten gelassen.

Also musste ich malen. Und was soll ich sagen: Es machte Spaß. Auch Malen macht glücklich.

Es macht auf eine etwas andere Weise glücklich als Tanzen, Trommeln oder Musik machen:

Beim Malen bleibt irgendwie die Zeit stehen. Es entsteht eine totale Ruhe, die tiefes Glück bedeutet.

nächstes Kapitel: Grundformen künstlerischen Ausdrucks (Kunst und Lernen)