Improvisation

Über Stress im Instrumentalunterricht aufgrund von Technik hatten wir schon gesprochen. Den größten Stress empfand ich aber immer dann, wenn mich irgendwer aufforderte, ich solle jetzt improvisieren.

Ich sollte mir jetzt also ganz schnell, ganz schnelle Melodien ausdenken - und das, wo mir noch nicht einmal langsam langsame Melodien einfielen.

Improvisieren war für mich jahrelang das, was man aus dem Jazz kennt: endlose auf- und abgehende schnelle Läufe: Je schneller die Läufe, um so besser die Improvisation und um so größer der Beifall.

Für mich einfach nur ein nervtötendes Gedudel, das jeglicher Schönheit entbehrt und das aber als ganz besonders hohe Kunst angesehen wird.

Ich konnte das nicht und ich wollte das nicht.

Und dann entdeckte ich aber per Zufall, was Improvisation für mich heute wirklich bedeutet.

Ich entdeckte es nicht beim Spielen eines Instruments, sondern beim Tanzen:

Während eines Seminars machten wir eine Übung, die als "Schüttelmeditation" bezeichnet wurde und die wohl auf Osho zurückgeht.

Die Übung besteht aus 4 Teilen zu je einer Viertelstunde:

Die erste Viertel Stunde sollte man sich einfach nur Schütteln und die zweite Viertelstunde sollte man tanzen - was danach kam, habe ich vergessen. Dazu lief irgendeine Techno-Musik.

Das Erstaunliche war jetzt:

Während ich also die erste Viertelstunde schüttelte, fing mein Körper immer wieder an zu tanzen - und zwar von ganz ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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