Fähigkeiten kommen von ganz allein

Noch mal zurück zum Üben:

Das Üben beruht auf einem phänomenalen und grundlegenden Irrtum:

"Wenn ich etwas lernen möchte, das ich noch nicht kann, dann muss ich es üben."

Das bedeutet, das zu tun, was man nicht kann.

oder

"Wenn ich nicht tue, was ich nicht kann, werde ich es niemals können."

Und das stimmt nicht. Rational betrachtet (im wissenschaftlichen Weltbild) klingt das logisch und plausibel, aber es stimmt ganz einfach überhaupt nicht. Weil es eben das gibt, was ich in diesem Buch mal ganz abstrakt als "die 3. Kraft" bezeichne.

Und macht es denn Spaß, das zu tu, was man nicht kann?

Nein, es macht überhaupt keinen Spaß! Es ist ein sinnloser K(r)ampf.

Spielen bedeutet, das zu tun, was man kann - was man mühelos kann.

Wichtig ist dabei, dass man es tut.

Und aus diesem Tun (dessen was man kann), erwachsen vollkommen mühelos immer wieder neue Fähigkeiten. Auch das ist jene Kraft, welche ich hier die 3. nenne.

Neue Fähigkeiten tauchen einfach so auf, ohne dass man sie mühevoll geübt hätte. Sie erwachsen aus dem Tun dessen, was man kann. Und das tut man, weil man es liebt.

Die Liebe zu einer Sache lässt also Fähigkeiten mühelos wachsen, wenn man dieser Sache Aufmerksamkeit schenkt.

Der ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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